Europameisterschaft 65ccm, GP von Deutschland in Vellahn

Am Freitagmorgen um 4:30 Uhr begann die Reise in ein Wochenende voller Höhen und Tiefen… Nach
ca. 6,5 Stunden Fahrt erreichten wir die wunderschöne Strecke in der Vellahner Heide im schönen
Mecklenburg-Vorpommern.

Nach ablaufen der Strecke war klar, es wird ein hartes Wochenende. Die anspruchsvolle Strecke wird
uns als Team alles abverlangen!
Und so war es auch…


Der Samstag begann sehr erfreulich. Ich kam super zurecht und konnte einige flotte Runden fahren.
Platz 6 in Gruppe B war super.

Im Zeittraining, wo es um die Startplätze für das Qualifying Race geht, war die Strecke komplett
anders zu fahren. An allen Sprüngen fiese Kanten und einige Löcher, Wellen und Spurrillen fuhren
sich aus. Platz 10 war ok, aber es wäre mehr drin gewesen.

Am späten Nachmittag ging es ins Qualifying Race. Ich kam super aus dem Gatter raus ging als
sechster in die erste Runde. Schnell konnte ich mich vorarbeiten und mich durch einen Sturz des vor
mir fahrenden Dänen Bertram Thorius auf Platz drei einreihen.
Lange konnte ich mit tollem Speed Platz drei halten. Doch ein kleiner Fehler in den Whoops
inklusive Bodenprobe warf mich direkt auf Platz sechs zurück. In der letzten Runde konnte ich noch
an Doma Paisz aus Ungarn vorbeiziehen und einen starken fünften Platz einfahren. Somit war der
Samstag bis auf den Ausrutscher perfekt gelaufen.

In Addition aus beiden Gruppen hatte ich Platz neun in der Startaufstellung für die Sonntagsrennen
in der Tasche.

Der Sonntag sollte sich hinterher als schwieriger Tag rausstellen.
Das warm up verlief alles andere als gut, denn die Strecke wurde extrem bewässert & irgendwie kam
ich nicht in meinen gewohnten lockeren Flow. Etwas enttäuscht war ich natürlich mit Platz 25 im
Warm Up. Aber Kopf hoch, es ging ja um nichts.

Hoch motiviert ging es an den Start zum ersten Wertungslauf. Ganz ideal kam ich nicht weg, konnte
mich aber aus dem Gerangel in Kurve eins raushalten und als 22. von 40 Fahrern ins Rennen gehen.
An meine fahrerische Leistung vom Samstag konnte ich nicht anknüpfen, jedoch bin ich ein absoluter
Kämpfer & gab alles. Leider kam es dann Ende Runde drei zu einem fatalen Sturz in der Start- Ziel
Passage. Ich war im Dreikampf mit Doma Paisz aus Ungarn & Hidde Hutten aus den Niederlanden.
Beim Versuch Paisz zu überholen, musste ich eine schlechte Spur wählen. Ich bekam einen bösen
Schlag ins Hinterrad durch ein tiefes Loch und verlor sofort die Kontrolle und überschlug mich hart.

Nach einigen Sekunden konnte ich an den Streckenrand kriechen. Ein RTW war sofort zur Stelle. Im
Medical Center an der Strecke wurde ich durchgecheckt.
Vom Doktor kam grünes Licht für einen weiteren Start. Für mich gab es auch keine Diskussionen es
nicht zu versuchen.


Somit versuchte ich im zweiten Lauf noch mal mein Ziel Punkte zu holen, zu erreichen.
Von uns Eltern erhielt ich aber die Bitte das Rennen abzubrechen, sollte ich Folgen meines Sturzes aus
Lauf eins spüren.
Nach dem Start lag ich auf Rang 17, konnte dort mit einem größeren Grüppchen um Positionen
kämpfen. In den letzten drei Runden musste ich  aufgrund von Kopfschmerzen Tempo rausnehmen
und wurde bis auf Platz 21 durchgereicht.

Mit einem lachenden & einem weinenden Auge fassen wir das Wochenende zusammen.
Ziel zu Punkten leider verfehlt, guter Speed ist da, doch die Reife um diese Intensität über beide
Fahrtage durchzuziehen ist einfach noch nicht gegeben.

In wenigen Wochen geht es im tschechischen Kaplice zur nächsten Runde der Europameisterschaft
65ccm um weitere Erfahrung zu sammeln.

Danke an alle Sponsoren, Unterstützer und alle die Zuhause vor dem TV mitgefiebert haben.

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